Lexikon


Ambulante Narkose

Eine ambulante Narkose bedeutet, dass der Patient weder die Nacht davor noch die Nacht danach stationär und unter Beobachtung verbringen muss. Das ist insbesondere dank der modernen schonenden Narkoseverfahren möglich und kann bei chirurgischen Eingriffen in der Zahnmedizin eingesetzt werden. Aufgrund des patientenfreundlichen Verfahrens treten keinerlei Nebenwirkungen mehr auf.

Angstpatient

Ein Angstpatient leidet unter einer enormen Angst vor zahnärztlichen Behandlungen (Zahnarztphobie), die dazu führt, dass das gesamte Gebiss aufgrund von Nichtbehandlung fast vollständig zerstört wird. Sie führt meistens auf einen negativ verlaufenen Zahnarztbesuch zurück und hindert die betroffene Person daran, es erneut zu probieren. Ein Angstpatient geht nur im äußersten Notfall zum Zahnarzt, wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind. Diese Notfallbehandlungen sind wiederum meistens mit unnötigen Schmerzen verbunden, die die Zahnarztangst des Patienten nur noch vertiefen. Hier kann Ihnen die ZKW in Mannheim helfen.

Aqualizer

Beim Aqualizer handelt es sich um eine industriell vorgefertigte Aufbissschiene zur Entlastung des Kiefergelenks, die temporär oder als Nothilfe eingesetzt werden kann. Der Aqualizer besteht aus zwei mit Wasser gefüllten Polstern (Kaukissen), die miteinander verbunden sind. Das Wasser kann zwischen den beiden Kaukissen hin- und herfließen und damit einen einseitigen Biss entspannen. Damit wirkt der Aqualizer wie eine ständig ausgleichende wassergefüllte Pufferzone zwischen den Zähnen. Ist beispielsweise der Kontakt zwischen den Backenzähnen des Ober- und Unterkiefers auf der linken Seite höher, dann fließt Wasser vom linken Kaukissen in das rechte. Der Aqualizer sollte möglichst mittig getragen werden.

Brücke (Zahntechnik)

Eine Brücke in der Zahntechnik ist eine Form des festsitzenden Zahnersatzes zum Ersatz eines oder mehrerer fehlender Zähne.. Diese kann ihre Abstützung ausschließlich auf Zähnen, Zahnwurzeln oder Implantaten haben.

Der Unterschied einer Zahnbrücke zum herkömmlichen herausnehmbaren Zahnersatz (Prothese) ist die Belastung des Kauapparates. Die Kaukräfte werden bei festsitzendem Zahnersatz besser über die Knochensubstanz abgeleitet, und verursachen im Gegensatz zu einer herausnehmbaren Prothese keine Schädigung des Zahnfleisches bzw. des Kieferknochens.

Man unterscheidet noch zwischen einspannigen und mehrspannigen Brücken. Bei einer einspannigen Brücke sitzt nur ein Brückenkörper zwischen zwei Brückenpfeilern. Bei einer mehrspannigen Brücke befinden sich mehrere Körper zwischen den Pfeilern. Man kann auch sogenannte Freiend - Brücken schaffen, indem man einen Brückenkörper an einen Pfeiler anhängt. Diese Konstruktionen sind allerdings nicht empfehlenswert, da sie meistens enen weiteren Zahnverlust produziert.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Die craniomandibuläre Dysfunktion bezeichnet strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion. Die Symptome sind häufig Schmerzen in der Kiefermuskulatur oder in den Kiefergelenken beim Kauen oder Knacken im Kiefergelenk. Es können auch weitere Symptome außerhalb des Kiefer- und Mundbereichs auftreten, die auf eine craniomandibuläre Dysfunktion zurückzuführen sind.

Leitsymptome:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Gefühlsstörungen in den Fingern oder Beinen
  • Hüftbeschwerden, Beschwerden am Ischias, Bandscheibenvorfälle
  • Sehstörungen, wie z.B. Augenflimmern oder ein eingeschränktes Blickfeld
  • Einseitiger Hüft- und Schulterschiefstand
  • Koordinierungsprobleme
  • Sprachschwierigkeiten
  • Schlaflosigkeit, innere Unruhe
  • Hormonelle Störungen
  • Depressive Grundstimmung


Etwa 35 % der Bevölkerung sind von einer CMD betroffen oder zeigen schon Anfangssymptome. Auch Kinder entwickeln nach kieferorthopädischen Behandlungen häufig Symptome einer CMD

Für die Diagnostik und Therapie einer craniomandibulären Dysfunktion sind heute Standards festgelegt, die unter „Zahnärztliche Funktionsdiagnostik und -therapie“ ihre Anwendung finden. Die Behandlung ist zumeist aufwändig und zeitintensiv.

Dentalhygienikerin/ Dentalhygieniker

Den Berufsstand einer Dentalhygienikerin bzw. eines Dentalhygienikers, auch DH genannt, erlangt man durch eine Fortbildung im Bereich der Prophylaxe nach einer Ausbildung zu einer/einem ZMP bzw. ZFA. Der Ausgabenbereich eines/einer DH liegt in der aktiven informativen und therapierenden Funktion bei Zahnbett- und Zahnfleischerkrankungen.

DH

Ein/e DH ist eine Dentalhygienikerin bzw. ein Dentalhygieniker.

Einheilung von Implantaten (Osseointegration)

Das Implantat benötigt in der Regel zwischen 3 bis 6 Monate für die Osseointegration. Dabei verwächst das Implantat biochemisch mit dem Kieferknochen und nimmt die volle tragende und belastungsfähige Funktion eines natürlichen Zahnes ein. Die Osseointgration ist bei bis zu 98% der Patienten erfolgreich und selbst nach 15 Jahren sind noch bis zu 90% der Implantate intakt.

Funktionsdiagnostik

Bei der Funktionsdiagnostik (einer CMD) müssen verschiedene Arbeitsschritte nach den Richtlinien der DGZMK eingehalten werden:

  • Eine Voruntersuchung mit einem standardisierten Anamnesebogen
  • Eine klinische Untersuchung des Funktionsstatus
  • Eine Röntgenaufnahme des Kiefers (radiologische Untersuchung)
  • instrumenetelle Funktionsanalyse (z. B. gelenkelektronische Vermessung)
  • ggf. eine Kernspinaufnahme (MRT) der Kiefergelenke


Da es viele verschiedene Ursachen geben kann, sollten bei Unklarheiten in der Diagnose auch noch fachübergreifende (z. B. orthopädische) Untersuchungen angestrebt werden. Erst bei einer genauen Bestimmung der Ursachen kann ein idealer Therapieansatz (Funktionstherapie) gefunden und angestrebt werden.

Funktionsstatus

Der Funktionsstatus wird durch eine manuelle, radiologische und instrumentelle Untersuchung des Kausystems festgelegt. Dabei werden die Kiefergelenke, die Kieferöffnung und die Kaumuskulatur auf Funktionsstörungen hin untersucht. Das Ergebnis des Funktionsstatus beeinflusst im Wesentlichen die nachfolgende Therapie.

Funktionstherapie

Es gibt nur sehr wenige wissenschaftlich anerkannte Therapiekonzepte in der Funktionstherapie. Diese beginnen meistens reversibel mit funktionellen Vorbehandlungen (Schienentherapie). Nach einigen Monaten der Schienenvorbehandlung werden meist weitere individuelle Massnahmen ergriffen, wie z. B. prothetische Rehabilitationen oder konservierende Massnahmen um einen optimalen Therapieerfolg zu erzielen.

Dabei gibt es zwei Punkte, die als Voraussetzung für einen positiven Therapieverlauf entscheidend sind und deshalb nicht unterschätzt werden sollten:

  1. Der Patient muss ausreichend aufgeklärt werden über Ursachen der Krankheit und selbstbehandelnde Maßnahmen, die er ergreifen kann.
  2. Es muss eine korrekte Diagnose gestellt werden, da diese den Grundstein für die Therapie legt.


Welcher Therpieansatz für den Patienten der richtige ist, wird immer vom zahnmedizinischen Fachmann in Absprache mit dem Patient individuell besprochen.

Implantat, Implantate

Das Wort Implantat stammt von den lateinischen Wörtern in-, „hinein“ und plantare, „pflanzen“. Als Implantat bezeichnet man ein künstliches in den Körper eingepflanztes Material, das in der Regel permanent bzw. über einen längeren Zeitraum dort bleiben soll. Diese Implantate unterscheiden sich noch einmal in medizinische, plastische und funktionelle Implantate. Außerdem unterscheiden sich dabei noch Implantate bzw. Endoprothesen, die im Körper, und Exoprothesen, die außen am Körper eingesetzt bzw. eingebracht werden.

Medizinische Implantate

Diese Implantate werden eingesetzt, um eine defekte Funktion im Körper zu ersetzen oder eine Funktion zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem der Herzschrittmacher, das Kunstherz, ein Gelenkersatz und die Zahnimplantate.

Plastische Implantate

Plastische Implantate dienen in der Regel nur einem ästhetischen Zweck, wie zum Beispiel Brustimplantate in der plastischen Chirurgie.

Implantatformen, Implantatsysteme

Die Entwicklung der Implantatformen - und systeme zum ersatz von Zähnen ist ein stetiger Prozess. Es gab außer den heutigen schrauben-, wurzelförmigen und zylindrischen Zahnimplantaten noch viele weitere Formen, die sich aber in der Praxis nicht bewährt haben.

Das am häufigsten eingesetzte Implantatsystem in der heutigen Zeit sind die so genannten rotationssymmetrischen Implantate (in der Regel Schraubenimplantate).

Das Implantat wird bei diesem System nach der sog. "Implantatbettaufbereitung" mit verschiedenen genormten Bohrern in den Kiefer mechanisch eingedreht. Dieses Verfahren ist vergleichsweise einfacher und schneller. Außerdem wird der Patient weniger belastet und das Komplikationsrisiko für die Osseointegration ist aufgrund der hohen Primärstabilität geringer. Durch die zylindrische oder konische Schraubenform hat das Implantat einen idealen Halt und die Kauenergie wird optimal auf den Kieferknochen abgeleitet. Mit solchen Implantaten ist auch ene Sofortbelastung möglich, d. h., dass die Implantate sofort nach dem Einsetzen mit (meist provisorischen Kronen) versorgt werden können. In solchen Fällen wacht der Patient mit neuen Zähnen auf und kann sofort wieder essen und beißen.

Ein modernes Implantat besteht aus 2 Teilen. Diese zweiteiligen Implantate haben den Vorteil, dass der im Knochen verankerte Körper während der Einheilphase nicht belastet wird. Auf diesen Körper wird der Halsteil aufgesetzt (Kronen - oder Brückenaufbau), der im Bereich der Mundschleimhaut liegt. Darauf wird wiederum das Kopfteil (Implantatkrone) gesetzt. Die drei Teile werden durch eine Verschraubung miteinander verbunden. Diese Suprakonstruktion ist oft von enem natürlichen Zahn nicht zu unterscheiden.

Es gibt bis zu 300 unterschiedliche Implantatformen und weltweit ungefähr 80 größere Implantathersteller. Nur der Implantologe ist in der lage, das für die jweilige Kieferregion ideale Sstem für den Patienten zu bestimmen.

Implantatmaterial

Entgegen der Meinung, die Implantologie sei noch Neuland in der Zahnmedizin, gibt es Funde, die beweisen, dass bereits vor 3000 Jahren die unterschiedlichsten Materialien als Implantate bzw. Zahnersatz genutzt wurden. So hat man unter anderem geschnitzte Zähne aus Quarz und anderen organischen und anorganischen Materialien gefunden.

Es wurden im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Materialien als Zahnersatz eingesetzt, wie Elfenbein, Holz, verschiedene Metalle, Eisen und auch Kunststoffe. Jedoch konnte keines dieser Materialien ähnliche Eigenschaften und eine ähnliche Biokompatibilität (biologisch neutral) aufweisen wie natürliche Zähne. Das konnte bis jetzt nur bei Titan festgestellt werden, denn dieses Material geht eine direkte molekulare und biochemische mit dem Knochen ein. Das liegt vor allem daran, dass Titan auf seiner Oberfläche in Verbindung mit Sauerstoff eine schützende Oxidschicht bildet (Rutil). Da die Elastizität von Titan der des Kieferknochens ähnelt, kommt es bei Titanimplantaten auch sehr selten zu Frakturen. Durch seine Eigenschaften werden von diesem Material auch keine allergischen bzw. Fremdkörperreaktionen ausgelöst. Denn bis heute ist kein einziger Fall einer Titanallergie bekannt.

Implantologie

Das Wort Implantologie stammt von den lateinischen Begriffen in, „hinein“ und planta, „Steckling oder Setzling“ und –logie ab. Die Implantologie ist ein Teilbereich der Zahnmedizin, bei der Implantate in den Kiefer eingesetzt werden (Insertation von Zahnimplantaten). Im Bereich der Implantologie können Zahnärzte, Orlachirurgen und Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie tätig sein. Der Beruf des Implantologen ist nicht geschützt, deshalb erwirbt der Zahnarzt bereits mit seiner Approbation die Erlaubnis, diesen Teilbereich seinen Patienten anzubieten. Demnach ist die Implantologie an sich kein eigenes Ausbildungsfach an der Universität und das nötige Wissen wird durch private Fortbildungsseminare, fünf große Fachgesellschaften für den Bereich Implantologie und durch die Implantathersteller-Industrie selbst vermittelt.

Die Entwicklung der Implantologie in Deutschland

Der Beginn der Implantologie in Deutschland fand ungefähr um das Jahr 1969 statt. Jahrelang waren vor allem Universitätskliniken gegen die Implantologie. So wurde diese Behandlung nur in einigen freien Praxen angewandt. Die Nachfrage hingegen war von Beginn an sehr groß und so erfreute sich diese Behandlungsmethode äußerster Beliebtheit. Die wissenschaftliche Anerkennung kam jedoch erst 1982. Im Jahr 1988 wurden dann die Implantologie und die damit verbundenen Leistungen in die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) aufgenommen.

Heute sind von rund 65.000 zahnärztlich tätigen Fachzahnärztinnen und Fachzahnärzten ca. 8-12% im Bereich der Implantologie tätig (Stand 2006).

Inlay

Inlays sind Einlagenfüllungen zum Ersatz eines kleinen Zahndefektes, die mit Befestigungszement vollständig im betreffenden Zahn verankert sind. Das ermöglicht einen optimalen Halt.

Man unterscheidet zwischen:

  • Gold-Inlays (hochgoldmetallhaltiges Edelmetall)
  • Keramik-Inlays (aus kosmetischen Gründen)
  • Galvano-Inlays (Kombination aus Gold- und Keramik-Inlays)
  • Komposite Inlays


Die Inlays überdecken in der Regel keine Höcker der Zahnkrone, also nicht die gesamte Kaufläche. Die Haltbarkeit der Inlays hängt von dem Werkstoff ab, aus dem sie gefertigt sind. Bei Goldinlays kann die Lebensdauer mehr als 2 Jahrzehnte überschreiten.

Interdisziplinäre Funktionsdiagnostik

Die funktionelle Störung in einem Körpergebiet kann sich durch muskuläre Kettenverschaltungen in andere Regionen verlagern und Schmerzen verursachen (Projektonsschmerzen). Ein Teil dieser Störungen haben ihren Ursprung im Kauapparat oder auch in der Verlagerung des Kiefers. Es können aber auch umgekehrt Fehlfunktionen in anderen Körperregionen zu Verschiebungen in der Kopf-, Gesichts- und Kaumuskulatur führen. Die Interdisziplinäre Funktionsdiagnostik unterstützt die zahnmedizinische Befunderhebung von solchen craniomandibulären Dysfunktionen. Verschiedene Computeranalysen und Messverfahren erfassen dabei exakt anatomische Gegebenheiten und lassen so Rückschlüsse auf die individuelle Mund- und Kiefersituation zu. So können beispielsweise Überlastungen von Kiefergelenken und der Halswirbelsäule rechtzeitig erkannt, behandelt oder Schäden vorgebeugt werden.

Karies

Karies (Zahnfäulnis) wird von Bakterien ausgelöst, die sich auf den Zähnen ansiedeln und den Zahnschmelz schädigen. Die Anfälligkeit für Karies kann genetisch bedingt sein. Dennoch hat die Zahnpflege auch bei guter genetischer Veranlagung einen Sinn, denn bei schlechter Mundhygiene schützt die erbliche Veranlagung nicht vor massivem Bakterienbefall und seinen Folgen.

Bei beginnender Karies sind meist nur helle oder bräunliche Stellen sichtbar, die sich dann zu dunklen oder schwarzen Flecken auf dem Zahn ausbreiten. Wenn die Karies fortschreitet, werden auch das Zahnbein und der Zahnnerv befallen. Im schlimmsten Fall droht dann der Zahnverlust. Schreitet der Zahnarzt frühzeitig ein, kann durch Remineralisierung des Zahnes der Krankheitsprozess gestoppt werden. Sollten bereits tiefere Zahndefekte vorhanden sein, ist es nötig, die kariösen Stellen mit dem Bohrer zu entfernen.

Caries profunda

Bezeichnet die tiefe Zahnkaries und liegt dann vor, wenn die Kariesläsion schon in über 2/3 der Dentinschicht in Richtung Zahnmark vorgedrungen ist.

Caries penetrans

Dies ist die so genannte durchdringende Zahnfäule. Ist die Karies in einem derart fortgeschrittenen Stadium, hat der Defekt bereits durch das Dentin hindurch die Pulpa erreicht.

Kariesprophylaxe

Bei der Kariesprophylaxe soll der Bildung von kariösen Stellen an den Zähnen vorgebeugt werden. Dazu ist vor allem eine sinnvolle Ernährung wichtig. Wichtig ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Kost. Dabei sollte man Zucker in großen Mengen vermeiden. Dabei sind es nicht allein die Süßigkeiten, sondern auch süße Getränke können Karies fördern. Das A und O ist die gewissenhafte Zahnpflege. Die Faustregel dabei ist: Mindestens zweimal täglich sollten die Zähne geputzt werden, besser noch nach jeder Mahlzeit. Bekannt ist die Kariesschutzwirkung von Fluoriden, diese sind beispielsweise in vielen Zahnpasten, Mundspülungen und Zahngels enthalten. Zu den Kariesprophylaxemaßnahmen zählt auch der regelmäßige Gang zur zahnärztlichen Kontrolluntersuchung.

Kieferknochenaufbau

Um eine richtige Basis für das Implantat zu schaffen, muss vor allem bei Parodontose oder nach längerer Prothesentragezeit darauf geachtet werden, dass der Kieferknochen an der betroffenen Stelle stabil genug ist, um das Zahnimplantat zu halten. Wenn dem nicht so ist, muss der Implantologe zunächst den Knochen aufbauen. Dazu werden zunehmend künstliche (sog. "intelligente") Knochenersatzmaterialien eingesetzt, nur in Ausnahmefällen entnimmt er Knochensplitter aus dem Kinn oder dem Kieferwinkel und setzt diese je nach Aufwand in einer vorbreitenden Behandlung ein. Erst wenn der Knochenaufbau entsprechend verwachsen ist und das Kieferknochenbett ausreichend Substanz aufweist, kann das Implantat eingesetzt werden.

Kraniomandibuläre Dysfunktion

Die Kraniomandibuläre Dysfunktion wird auch Craniomandibuläre Dysfunktion bzw. CMD genannt. Sie beschreibt eine strukturelle, funktionelle, biochemische Störung und vor allem falsche Regulation der Funktion zwischen dem Zusammenbiss der Zähne (Okklusion) und von Kiefermuskulatur und -gelenken. Diese kann Schmerzen auslösen, muss sie aber nicht.

Es haben ca. 35% der Bevölkerung Symptome einer CMD, 15% leiden unter den Folgen sehr stark und benötigen eine sofortige Behandlung. Das Risiko, an ihr zu erkranken, ist vor allem für Frauen ab der Pubertät und bei Kindern, nach (Auto) Unfällen und nach kieferorthopädischer Behandlungen sehr hoch.

Die Ursachen für eine solche Erkrankung sind häufig nur schwer zu ermitteln. Es kommen aber in den meisten Fällen folgende Auslöser in Frage:

Prädisposition:

  • systemisch, bio- psycho-sozial, strukturell (Dysgnathien, Beinverkürzungen)


Auslösende Faktoren:

  • Trauma, Parafunktionen, Zahnbehandlungen, falscher Zahnersatz


Unterhaltende Faktoren

  • Muskulatur + Nervensystem + Anatomie + Verhalten +Emotion + soziale Faktoren + Gesundheit. Die Symptome sind oft sehr unspezifisch.

Narkose

Das Wort Narkose kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „In-Schlaf-Versetzen“. Ein weiterer Begriff für die Narkose ist die Allgemeinanästhesie und bezeichnet ein „pharmakologisch induziertes, reversibles Koma“. Es handelt sich dabei um eine mit Medikamenten herbeigeführte und kontrollierte Bewusstlosigkeit. Diese macht manche Eingriffe bei Tieren wie auch bei Menschen erst möglich, da dadurch das zentrale Nervensystem gelähmt wird, was die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe und die Muskelspannung abschaltet. Eine Narkose wird in der Regel von einem speziell in diesem Gebiet weitergebildeten Facharzt geplant und durchgeführt. Dabei kann es sich um einen Anästhesisten oder einen Facharzt für Anästhesiologie handeln.

Okklusionsschiene

Mit der Okklusion wird in der Zahnmedizin der Kontakt zwischen den Zähnen des Oberkiefers und des Unterkiefers bezeichnet. Liegt eine Störung der Okklusion vor, kann mit Hilfe einer Okklusionsschiene diese Fehlfunktion behoben werden. Okklusionsschienen sind eine für die natürliche Bezahnung schonende Methode für die Behandlung einer CMD. Unter den vielen Arten von Schienen haben in die erster Linie die MICHIGAN-Schiene und die REPOSITIONSSCHIENE eine zentrale Bedeutung für die Behandlung von Funktionsstörungen.

Okklusionsstörung (Folgen)

Ist das Zusammenspiel der Zähne von Oberkiefer und Unterkiefer gestört, führt das zu einer fehlerhaften Bisslage (falscher Biss). Dadurch wird Druck auf die umliegende Muskulatur erzeugt, die diese überbeansprucht und belastet, außerdem wird auch die Zahnsubstanz durch die Überbeanspruchung auf Dauer reduziert. Langfristig rufen Okklusionsstörungen häufig Verspannungen und Schmerzen in anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparates hervor. Es können vermehrt Schmerzen an den Zähnen, Kiefergelenken im Gesicht und im Kopf- und Nackenbereich auftreten.

Onlay

Ein Onlay ist eine Kuppelfüllung bzw. Gussfüllung, die die gesamte Kaufläche bis zu den Höckerspitzen bedeckt. Mit einem Onlay können größere Defekte des Zahnes ausgeglichen und die ursprüngliche Statik wiederhergestellt werden. Mit einem Onlay kann man den Schutz der teilweise bedeckten Höcker wieder vollständig herstellen.

Es wird dabei auch mitunter von einer Teilkrone gesprochen und die begrifflichen Definitionen gehen dabei oft fließend ineinander, was die Unterscheidung manchmal schwierig gestaltet.

Paro-Endo-Läsion

Es kann auch zu einer Kombination einer apikalen und marginalen Entzündung kommen. Diese wird dann als „Paro-Endo-Läsion“ bezeichnet.

Parodontitis

Eine Parodontitis-Erkrankung ist bakteriell bedingt und hat häufig, wenn sie nicht früh genug entdeckt wird, eine irreversible Zerstörung des Zahnhalteapparats zur Folge. Das „-itis“ steht dabei für „entzündlich“. Es ist auch oft die falsche Schreibweise „Paradontitis“ anzutreffen. Im Gegensatz zu der Zahnfleischentzündung (Gingivitis) verliert der Patientin bei der Parodontitis auch Kieferknochen und bei Nichtbehandlung den ganzen Zahn.

Man unterscheidet bei einer Parodontitis zwischen:

  • marginaler Parodontitis
  • apikaler Parodontitis
  • Paro-Endo-Läsion


Der Auslöser dieser Krankheit ist in der Regel bakterielle Plaque, die das Zahnfleisch angreift. Dadurch verliert der Zahn an Halt und es kommt zu einer Fehlfunktion. Diese wirkt sich wiederum auf das Kieferknochenvolumen aus. All diese Faktoren können bis zum vollständigen Zahnverlust führen.

Parodontitis, apikal

Die apikale Parodontitis bezeichnet eine parodontale Entzündung, die die Wurzelspitze als Ausgangspunkt hat. Diese Entzündung kann durch einen marktoten Zahn ausgelöst werden und kann durch eine Wurzelbehandlung, eine Wurzelspitzenresektion oder durch eine Entfernung des Zahnes therapiert werden.

Parodontitis, marginal

Bei einer marginalen Parodontitis gehen die Ausbreitung der Bakterien und die Entzündung vom Zahnfleischsaum aus. Sie zählt zu den häufigsten Parodontitiserkrankungen.

Präoperative Nüchternheit

Im Falle einer anstehenden Narkose wird von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie vom Berufsverband Deutscher Anästhesisten folgendes empfohlen:

  • Bis zu 6 Stunden vor der Narkose darf eine Kleinigkeit gegessen werden.
  • Bis zu 2 Stunden vor der Narkose dürfen noch geringe Mengen einer klaren Flüssigkeit (zum Beispiel klarer Saft, Mineralwasser, Tee und Kaffee) aufgenommen werden. Es sollte dabei jedoch auf Milch oder andere fetthaltige Flüssigkeiten verzichtet werden.
  • Benötigte Medikamente können noch bis kurz vor der Anästhesie mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.
  • Der Punkt des Rauchens ist dabei umstritten und wird von jedem Anästhesisten unterschiedlich behandelt.
  • Säuglinge können bis zu 4 Stunden vor der Narkose das letzte Mal gestillt bzw. gefüttert werden. Bis zu eine Stunde vor der Anästhesie können Ihnen noch geringe Mengen von klaren Flüssigkeiten wie Wasser und Tee verabreicht werden.

Professionelle Zahnreinigung

Die Professionelle Zahnreinigung ist eine der Hauptbestandteile der Prophylaxe im zahnmedizinischen Bereich. Es handelt sich dabei um einen mechanischen Prozess, bei dem die Zähne weit über die regelmäßige Pflege zuhause hinaus gereinigt werden.

In der Regel wird die Behandlung von geschultem Fachpersonal wie einem/r Zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistenten/in, einem/r Zahnmedizinischen Fachassistenten/in oder einem/r Dentalhygieniker/in durchgeführt. Die Leistung der PZR ist nicht allgemeinverbindlich definiert. In der Regel versteht man aber darunter die vollständige Entfernung der versteckten und auch der mineralisierten Zahnbeläge. Der erste Schritt besteht darin, die besagten Zahnbeläge oberhalb und unterhalb des Zahnfleisches mit Handinstrumenten, wie Schleifpapier, Bürstchen und Zahnseide und einem Ultraschallgerät entfernt. Danach werden noch sichtbare Verfärbungen bzw. zurückgebliebene Ablagerungen mit einem Pulverstrahl entfernt. Anschließend werden die Zahnoberflächen mit einem rotierenden Gummikelch und einer abrasiven Prophylaxepaste poliert. Dadurch wird das erneute Ansetzen von Zahnbelägen erschwert. Der Schutz des Zahnschmelzes wird durch eine zusätzliche Behandlung mit einem speziellen Fluoridlack gestärkt.

Prophylaxe

Allgemein sind darunter vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten zu verstehen. Die Prophylaxe in der Zahnmedizin meint speziell Maßnahmen, die die Entstehung von Krankheiten an den Zähnen und am Zahnhalteapparat verhindern sollen. Die Ursache für Karieserkrankungen der Zähne und für die Erkrankungen des Zahnhalteapparats haben ihre gemeinsame Ursache in der Plaque und deren Stoffwechselprodukten. In erster Linie soll durch die Prophylaxe eine möglichst plaque- und zahnsteinfreie Mundhöhle geschaffen werden.

Die Prophylaxe-Maßnahmen lassen sich in die primäre, sekundäre und tertiäre Prophylaxe unterteilen. Die Prophylaxe kann man weiter in semikollektive Prophylaxe, Individualprophylaxe, Basisprophylaxe und intensivprophylaktische Maßnahmen unterteilen.

Primäre Prophylaxe

Durch eine gute Mundhygiene mit

  • Zahnpasta
  • Zahnbürste
  • Zahnseide
  • Fluoridierung


wird das Auftreten neuer Krankheiten in der Mundhöhle verhindert. Unterstützend hilfreich dabei ist die Vermeidung von zuckerhaltigen Lebensmitteln.

Sekundäre Prophylaxe

Hier wird versucht möglichst früh eine auftretende Krankheit zu diagnostizieren und entsprechend früh mit der Behandlung zur Heilung zu beginnen. Hierzu zählen auch die halbjährlichen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt.

Tertiäre Prophylaxe

Bei der tertiären Prophylaxe versucht man, bei der Behandlung einer Krankheit im Mundraum Komplikationen zu vermeiden.

Semikollektive Prophylaxe

Damit ist die Prophylaxe spezieller Bevölkerungsgruppen gemeint. Dazu zählen beispielsweise Schulkinder.

Individualprophylaxe

Damit ist die Prophylaxe gemeint, die sich auf eine Einzelperson bezieht.

Basisprophylaxe

Die Basisprophylaxe steht einer Vielzahl von Personen zur Verfügung. Dazu zählt auch das tägliche Zähneputzen mit Zahnpasta.

Intensivprophylaktische Maßnahmen

Intensivprophylaktische Maßnahmen richten sich an Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Hierzu kann die Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse zählen.

Prothesenhygiene

Die Dritten brauchen ebenso wie die natürlichen Zähne intensive Pflege, um sie gesund und sauber zu halten. Denn auch die Oberflächen der Prothese, die Räume zwischen Kiefer bzw. den eigenen Zähnen und Zahnprothese sind durch die Nahrungsaufnahme von Plaqueablagerungen betroffen, die entfernt werden müssen. Wenn man die Pflege der Zahnprothese vernachlässigt, kann es zu Kariesbildung, Mundgeruch und Zahnfleischentzündung kommen. Dies stellt eine Gefährdung der noch bestehenden eigenen Zähne dar.

Man muss also den herausnehmbaren Zahnersatz stets außerhalb des Mundes reinigen, um sicherzustellen, dass keine Essensreste zwischen Zahnfleisch und Zahnprothese übersehen werden. Die groben Ablagerungen sollten mindestens einmal am Tag - am besten nach jeder Mahlzeit - mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden. Neben einer weichen Zahnbürste sollte auch die Zahnpasta nur wenige Schleifpartikel enthalten, da ansonsten die Zahnoberfläche des Zahnersatzes angeraut werden kann, was wiederum zu einer vermehrten Ansiedlung von Bakterien führen kann. Darüber hinaus sollte der Zahnersatz mindestens einmal täglich in einem Bad mit Gebissreinigungstabletten gereinigt werden, um auch an unzugänglichen Stellen für hygienische Sauberkeit zu sorgen.

PZR

PZR ist die Abkürzung für eine professionelle Zahnreinigung.

Regeneratives Verfahren

Bei einem regenerativen Verfahren in der Implantologie (Guided Tissue Regeneration GTR oder Guided Bone Regeneration GBR) wird das Hart - (Knochen) und Weichgewebe (Zahnfleisch) mit Knochenersatzmaterialien und Membrantechniken wieder so aufgebaut, dass eine entsprechende Grundlage für eine Implantation geschaffen wird. Der Heilungszeitraum beträgt bis zu 9 Monaten, danach kann das Implantat eingesetzt werden. In vielen Fällen kann man allerdings das Implantat gleichzeitig mit dem Knochenaufbau einsezten und kann dem Patienten so eine Operation ersparen.

Sofortbelastung

Die Sofortbelastung in der Implantologie beschreibt die unmittelbare Belastung eines Implantats nach dem Einsetzen in den Kieferknochen. Dabei wird der Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) direkt nach der Implantation auf die künstliche Zahnwurzel aufgesetzt und kann belastet werden. Das ist aber nur in bestimmten Fällen möglich und zwar dann, wenn man mehrere Implantate in einer starren Verbindung zusammenfassen kann, sodaß die auftretenden Kaukräfte stabil abgefangen werden können. Dieses direkt in dem Eingriff angefertigte Provisorium (Kurzzeitprovisorium) wird nach 6 Wochen durch ein Langzeitprovisorium ersetzt.

Die Sofortbelastung von Einzelimplantaten bleibt der Ausnahme vorbehalten.

Sofortversorgung

Die Sofortimplanation in der Implantologie bezeichnet das unmittelbare Setzen eines Implantats nach dem Ziehen des zu ersetzenden Zahnes. Das ist nur möglich, wenn ein ausreichendes Kieferknochenvolumen vorliegt und eine sichere Primärstabilität des Implantates gewährleistet ist. Der Vorteil ist allerdings, dass dieses Vorgehen dem Patienten mehrere Eingriffe ersparen kann und das ästhetisch funktionelle Ergebnis oftmals besser ist als das mehrphasige Vorgehen.

Suprakonstruktion

Der Begriff Suprakonstruktion stammt von den lateinischen Wörtern supra, „oberhalb“, son, „zusammen“ und struere, „bauen“. Eine Suprakonstruktion ist der eigentliche Zahnersatz, der auf ein Zahnimplantat aufgesetzt wird. Dieser Zahnersatz kann, je nachdem, eine Krone, Brücke oder Prothese sein.

Totalersatz mit Implantaten

Als Totalersatz in der Implantologie bezeichnet man den Zahnersatz in einem vollkommen zahnlosen Ober- bzw. Unterkiefer. Da sich viele Prothesenträger über den schlechten Sitz und ein Drücken der Prothese beklagen, kann man mit Implantaten den Halt der Prothese verbessern. Dabei müssen im Unterkiefer mindestens 4 Implantate, im Oberkiefer müssen es je mindestens 6 Implantate sein, da die Prothese sonst wegen der weicheren Knochenstruktur nicht richtig fixiert werden kann und auch weiterhin eine Gaumenplatte getragen werden muß.

Wenn man sich für 8 oder mehr Implantate entscheidet, kann die Prothese oder Brücke ganz alleine auf diesen Implantaten abgestützt und die Kaubelastung ideal auf den Kiefer verteilt werden. Bei noch mehr Implantaten kann man sich sogar für einen nicht herausnehmbaren Zahnersatz durch Brücken entscheiden, da dieser auf den Implantaten ausreichend fixiert werden kann.

Prinzipiell kann man sich auch für eine Einzelzahnversorgung durch Implantate entscheiden. Dies stellt das ästhetische und funktionelle Optimalergebnis dar.

Verweildauer der Implantate

Die Verweildauer oder auch Haltbarkeit der Implantate hängt stets von der Mitarbeit des Patienten und einer regelmäßigen professionellen Zahnreinigung ab, denn die Verbindung zwischen Knochen und Implantat kann durch bakterielle Einflüsse gestört werden. Es ist stets wichtig, auch selbst nach entsprechender Unterweisung durch Fachpersonal auf die Pflege der Zähne und die Mundhygiene zu achten.

Prinzipiell ist die Haltbarkeit von Implantaten nicht begrenzt, aber durch die bereits genannten Faktoren kann die Tragezeit verringert werden. Bei 95% der Implantatpatienten ist eine Verweildauer von 5 Jahren realistisch. Eine Verweildauer von 10 Jahren ist noch bei 92% möglich. Es gibt aber auch Berichte über die Verweildauer von Implantaten von über 40 Jahren. Es kommt also ganz auf die Pflege der Zähne bzw. die Mitarbeit (Compliance) des Patienten an.

Zahnbürste, Zahnbürsten

Es gibt elektrische und herkömmliche, also nicht elektrisch betriebene Zahnbürsten. Die elektrische Zahnbürste ist komfortabler und es ist leichter, die notwendige Reinigungswirkung zu erzielen. Mit einer herkömmlichen Zahnbürste kann man zwar dieselbe Wirkung erreichen, der Aufwand dafür ist jedoch wesentlich höher. Außerdem wissen die meisten Leute nicht, wie man mit einer herkömmlichen Zahnbürste die selbe Reinigungswirkung auf die Zähne ausübt. Am wichtigsten ist es darauf zu achten, den Bürstenkopf der Zahnbürste bzw. die ganze Zahnbüste nach spätestens 6-8 Wochen zu wechseln. Die Bürsten verlieren an Effektivität, sobald sich die Borsten nach außen biegen.

Elektrische Zahnbürste, Zahnbürsten

Bei der Verwendung einer elektrischen Zahnbürste sollte man vor allem den Bürstenkopf immer am Zahnfleischrand ansetzen und von dort aus über den Zahn bewegen. Auf diese Art und Weise putzt man jeden einzelnen Zahn nacheinander. Man sollte vor allem dabei nicht den letzten Zahn und die Rückseite der Zähne vergessen. So gewährleistet man, alle Zähne und Zahnzwischenräume weitgehend zu reinigen.

Herkömmliche Zahnbürste, Zahnbürsten

Besonders empfehlenswert sind im umfangreichen Angebot an Zahnbürsten heutzutage Bürsten mit mittelharten und abgerundeten Borsten. Die ideale Länge des Bürstenkopfs beträgt ca. 25 mm. Die Form des Kopfes und des Griffes sollte ideal für die leichte Zugänglichkeit und Reinigung aller Zähne sein.

Zahnimplantat, Zahnimplantate

Ein Zahnimplantat ist ein Fremdkörper (das Implantat), der in den Kieferknochen eingesetzt wird, um die Funktion eines oder mehrerer Zähne zu übernehmen. Zahnimplantate werden im Teilbereich der Zahnheilkunde, der Implantologie, eingesetzt. Sie übernehmen die Funktion der Zahnwurzel. Ein implantierter Zahnersatz kann aus bis zu 3 Komponenten bestehen: der implantierten Zahnwurzel, einem Verbindungsstück und dem tatsächlich aufgesetzten Zahnersatz. Die Wurzel besteht in der Regel aus dem Metall Titan, ist zwischen 8 und 16 Millimeter lang und hat die Form einer Schraube oder eines Zylinders (enossale Implantate). Darauf wird nun das Verbindungsstück befestigt, das den Zahnersatz auf der künstlichen Wurzel fixiert. Das Verbindungsstück wird auch als Implantatpfosten bezeichnet und besteht in der Regel aus Titan oder Keramik. Der eigentliche Zahnersatz kann eine künstliche Zahnkrone, Brücke oder Prothese sein. Die Zahnkrone besteht in den meisten Fällen aus Metall in Kombination mit einer Keramikverblendung.

Zahnkrone

Die natürliche Krone des Zahns ist der Teil, der aus dem Zahnfleisch herausragt. Die Zahnwurzel trägt demnach die Zahnkrone und fixiert diese im Kiefer. Den Übergang zwischen diesen beiden Bereichen nennt man Zahnhals. Natürliche Zahnkronen sind komplett von dem sogenannten Zahnschmelz bedeckt. Dieser ist die härteste Substanz, die in unserem Körper vorkommt und hat die Funktion, den Zahn vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Zahnkrone, künstlich

Die künstliche Zahnkrone wird oft auf die natürliche Krone aufgesetzt. Dafür wird ca. 1 mm unter dem Zahnfleischsaum ein zylindrischer Abschluss abgeschliffen. Zusätzlich bekommt der Zahnhals eine sogenannte Stufe und die Kaufläche wird so weit abgeschliffen, dass auch mit künstlicher Krone noch ausreichend Platz für den Gegenbiss gewährleistet wird. Von diesem abgeschliffenen Zahnstumpf wird ein Abguss für den Zahntechniker erstellt. Dieser kann dann schlussendlich die künstliche Zahnkrone herstellen.

Eine künstliche Krone kann darüber hinaus noch auf Wurzelstiftaufbauten und Implantaten aufgesetzt werden und dient in diesem Fall als eigentlicher Zahnersatz.

Zahnmedizinische Fachangestellte/ Zahnmedizinischer Fachangestellter

Eine Zahnmedizinische Fachangestellte bzw. ein Zahnmedizinischer Fachangestellter, auch ZFA genannt, hat die Aufgabe, dem Zahnarzt bzw. die Zahnärztin zu unterstützen und während der Behandlungen zu assistieren. Bis 2001 war der Beruf noch unter der Bezeichnung "Zahnarzthelfer/in" bekannt.

Zahnmedizinische Fachassistentin/ Zahnmedizinischer Fachassistent

Eine Zahnmedizinische Fachassistentin bzw. ein Zahnmedizinischer Fachassistent, auch ZMF genannt, arbeitet unterstützend für Zahnärzte bzw. Zahnärztinnen im Bereich der Behandlung von Krankheiten in der Zahn-, Mund- und Kieferregion. Sie assistieren ebenfalls bei der gesundheitlichen Beratung und Aufklärung der Patienten.

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin/ Zahnmedizinischer Prophylaxeassistent

Um den Beruf eines/r Zahnmedizinischen Prophylaxeassistenten/in auszuüben, muss man nach einer Ausbildung zur/m ZFA mehrere Fortbildung absolvieren. Dabei wird das Wissen in der Prophylaxearbeit geschult. So kann ein/e ZMP mehr Aufgaben für den Zahnarzt bzw. die Zahnärztin erledigen und ihn/sie bei der Behandlung des Patienten tatkräftiger unterstützen.

Zahnpflege

Einer der wichtigsten Aspekte der täglichen Zahnpflege ist vor allem das regelmäßige Zähneputzen. Es sollte im Grunde genügen, wenn man sich zwei Mal täglich die Zähne putzt. Das Putzen vor dem Schlafengehen ist dabei das Wichtigste, da die Zähne ansonsten viele Stunden einer gewissen Belastung ausgesetzt sind. Man sollte auch nach dem Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln auf eine hierfür geeignete Pflege der Zähne achten. Kurz nach dem Essen sollte man den Mund mit klarem Wasser ausspülen und erst 20 Minuten später sollte man sich die Zähne putzen. Es ist auch möglich, sich kurz davor die Zähne zu putzen, da die Fluoridierung durch der Zahnpasta den Zahnschmelz härtet und diesen so vor dem Angriff der Säure in den entsprechenden Lebensmitteln schützt.

Zebris-System

Das Zebris Verfahren ist eine Möglichkeit der gelenknahen, berührungsfreien und elektronischen Vermessung des Kiefergelenkes. Mit seiner Hilfe sind nicht nur die Bewegungen des Kiefergelenks dreidimensional erfassbar, sondern es kann auch gemessen werden, welchen Einfluß der Zusammenbiss der Zähne (Okklusion) auf die Gelenke hat. Es ist ein wichtiges Verfahren zur Diagnose und Behandlung craniomandbulärer Dysfunktionen.

Durch das Zebris-System kann die Funktionsanalyse des Kiefergelenks hochpräzise erfasst werden. Zebris arbeitet auf der Basis von Ultraschallimpulsen und leichten Sensoren. Der Messverlauf wird am Computer visualisiert.

ZFA

Ein/e ZFA ist eine Zahnmedizinische Fachangestellte bzw. ein Zahnmedizinischer Fachangestellter.

ZMF

Ein/e ZMF ist eine Zahmedizinische Fachassistentin bzw. ein Zahnmedizinischer Fachassistent.

ZMP

Ein/e ZMP ist eine Zahmedizinische Prophylaxeassistentin bzw. ein Zahnmedizinischer Prophylaxeassistent.